1000 Jahre Lintach

Eckhard Henscheid las in Lintach - am 19. Novemer 2011

Begrüßung
Johann Schwarz, Vorsitzender des Lintacher Dorf- und Kulturvereins,
begrüßt Autor Eckhard Henscheid und die Gäste.

Eingeladen vom Lintacher Dorf- und Kulturverein war war Eckhard Henscheid zu einer Lesung in den Gasthof Rehaber gekommen. Für diesen Abend hatte sich der Autor die Mühe gemacht, jene Passagen in seinen Werken zu finden, in denen Lintach erwähnt ist: vornehmlich in den Schwedengeschichten Henscheids taucht Lintach auf: „1634 hat der Schwed' Lintach genommen.”

Eckhard Henscheid liest

Ein literarisches Denkmal setzt Henscheid in diesen Schwedengeschichten nicht nur Lintach, sondern auch Großalbershof, Diebis, Allersburg und Vilseck, das der Schwed' ebenfalls heimsuchte. Dort ward ein streunendes Hündchen gesehen, „man nimmt an, es war aus Grafenwöhr zugelaufen”.

Erinnern konnte sich Herr Henscheid auch, dass er einmal ein Gedicht verfasst hat, in dem Lintach Erwähnung findet. Für „Tod einer Katze” hatte er die anspruchsvolle Form des Sonetts gewählt.

Eckhard Henscheid liest

Aber auch all jene Auszüge aus seinen Werken, die nichts mit Lintach zu tun haben, erheiterten die Zuhörer. beispielsweise die Beschreibung des Örtchens Oed, in das „Legionen zahlungskräftiger Nürnberger Rentner einfallen”, seine Pegnitz-Sagen oder seine Beschreibung der Oberpfalz, deren „lebendige Mundart geeignet ist für zarte Lyrik”.

Im zweiten Teil kehrte Eckhard Henscheid in seine Heimatstadt Amberg zurück; in seinem Roman „Geht in Ordnung − sowieso − − genau − − − ” heißt diese Stadt „Seelburg”. Er nahm seine Zuhörer mit in den ANO-Teppichladen, wo Hans Duschke und Alfred Leobold, unterstützt von Karl Malitz, Unmengen von Sechsämtertropfen in sich hineinschütten. Diese Typen und der beschriebene Laden waren den meisten im Publikum bekannt: einige lachten Tränen.

In Lintach hat sich Eckhard Henscheid mit seiner Textauswahl und seiner launigen Art des Vortrags seine Fangemeinde vergrößert. Johann Schwarz brachte es zum Schluss auf den Punkt: „Das war ja wie Theater!”.