1000 Jahre Lintach

Besuch von Weihbischof Pappenberger zum Patrozinium
(27. Februar 2011)

Fotogalerien:

Kirchenzug und Begrüßung durch den Kindergarten  −  Festgottesdienst  −  Empfang im Pfarrheim

Weihbischof Reinhard Pappenberger aus Regensburg besuchte im Rahmen der 1000-Jahr-Feierlichkeiten Lintach. Gemeinsam mit der Pfarrei St. Ursula Pursruck hat er den Festgottesdienst zum Patrozinium von St. Walburga am 27. Februar in Lintach mitgefeiert.

Kiga begrüßt Bischof

Vor der Pfarrkirche St. Walburga wurde Bischof Reinhard auf dem Platz von den Kindern des gleichnamigen Lintacher Kindergartens mit dem Lied „Wir sind die Kinder in der Gemeinde” begrüßt. Der kleine Phillipp überreichte dem Weihbischof als Willkommensgeschenk ein besonderes Buch mit selbstgemalten Portraits des Bischofs, welche die Kinder gemalt haben. Als Dank segnete der Bischof alle Kinder mit einem Kreuz auf die Stirn.

Einige Bilder aus diesem Buch

Feierlich zogen Bischof Pappenberger und Pfarrer Robert Kratzer dann in die Pfarrkirche ein. Begleitet von Fahnenabordnungen der Lintacher und Pursrucker Vereine sowie von zahlreiche Ministranten und Ministrantinnen beider Pfarreien.

Pfarrer Robert Kratzer begrüßte den Bischof aufs Herzlichste und mit einer deutlich spürbaren Freude zur Pontifikalmesse. In einer kurzen Ansprache ging er auf die geschichtliche Entwicklung von Lintach und der beeindruckenden Barockkirche St. Walburga ein, die vor 5 Jahren außen renoviert wurde. Laut Pfarrer Kratzer ist gerade der erfüllte und lebendige Glaube, den jeder für sich entdecken und weiterschenken kann, das Besondere am Festtag der Heiligen Walburga.

in der Kirche St. Walburga

Der Feierliche Gottesdienst wurde gestaltet vom Lintacher Kirchenchor unter Leitung von Otto Meier und Begleitung an der Orgel durch Susanna Müssig-Wilczek. Weitere musikalische Mitwirkung mit der Trompete erfolgte durch Florian Knab und Peter Göbl sowie durch den Kinderchor der Lintacher Grundschule geleitet duch Petra Wolf. Martin Oberndorfer fungierte als Kantor.

Weihbischof Reinhard Pappenberger ging in seiner Festpredigt auf die Dimension einer 1000-jährigen Geschichte ein, die das alltägliche Leben überdauert und den Menschen mit seiner Lebenszeit als eher klein wirken läst. In dieses Jubiläum hineingehen heißt für ihn, sich als Mensch selbst erkennen, verstehen und mit Demut begreifen. Ebenso wie die vergangenen 1000 Jahre geführt und gehalten wurden, dürfen sich die Menschen heute in ihrer Bodenständigkeit und Lebensfreude getragen und begleitet fühlen. Besonders wenn man betrachtet wie in der Vergangenheit auch die Kirche von Krisen gebeutelt wurde, muss man sich wundern, dass sie nicht auf der Strecke bleibt, so der Bischof.
Bischof Reinhard betrachtete auch das vom starken Glauben geprägte Wirken und Leben der Familie der Heiligen Walburga. Die heiligen Geschwister waren mit einer großen Freiheit bereit, sich auf jedes Abenteuer bei der Suche nach dem Grund des Glaubens einzulassen. An die Pfarrgemeinde gerichtet, sagte der Bischof, „dass der Glaube an Gott nicht endet, sondern mit euch die Geschichte des Glaubens neu beginnt”.

Am Schluss dankte Pfarrer Kratzer allen Beteiligten und Mitwirkenden für die Gestaltung des feierlichen Gottesdienstes und lud alle Pfarrangehörige zu einem anschließenden Empfang ins Pfarrheim ein.

Empfang im Pfarrheim und Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde Freudenberg

Nach dem Gottesdienst fand ein feierlicher Empfang im Pfarrheim in Lintach statt, bei dem für alle Gäste Sekt und kleine Häppchen angeboten wurden. Zur musikalischen Einstimmung traten die Lintacher Sänger mit bayerischem Liedgut auf; unter anderem sangen sie auch über die schöne Heimat um Lintach.

Anschließend wurde der Bischof in einer sehr originellen Weise von die beiden PfarrgemeinderatssprecherInnen begrüßt. Martina Winkler aus Lintach sprach als Heilige Walburga und erzählte von ihren Glaubenserfahrungen und Wundern. Anton Heldmann aus Pursruck sprach für die Heilige Ursula und berichtete von ihrem Leben. Im anschließendem Dialog beschrieben die beiden Heiligen ihr gegenwärtiges Wirken als Zusammenleben wie typische Schwestern in einer WG, die vieles gemeinsam abhalten, auch gerne den Herrn Pfarrer miteinander teilen und auch mal kleine geschwisterliche Meinungsverschiedenheiten ausleben. Aber beide sind froh einen Pfarrer zu haben, der Eigenständigkeit zulässt und die Pfarrfamilien auch wieder am Tisch des Herrn zusammenführt. Daher auch der Wunsch beider Heiligen an Bischof Reinhard, dass dies noch sehr lange so sein möge. Danach erhielt der Bischof von jedem Ministrant eine Rose und jeweils ein Geschenk der beiden Pfarreien.

Im Anschluss begüßte Bürgermeister Norbert Probst den Bischof. Er verwies auf die vielen Berührungspunkte und enge Verbindung zwischen der Gemeinde und den zahlreichen kirchlichen Insitiutionen. Probst zeigte sich hocherfreut, dass es den Verantwortlichen gelungen ist, seine Exzellenz Weihbischof Reinhard Pappenberger anlässlich des 1000-jährigen Bestehens für einen Besuch in Lintach zu gewinnen.

Danach übereichte Hans Schwarz vom Lintacher Dorf- und Kulturverein noch eine Kostprobe des extra zum Jubiläum gebrauten Festbiere und stellte nioch einige Höhepunkte des Festprogamms vor.

Nach weiteren kurzen Begrüßungsansprachen der beiden Kirchenpflegern Franz Weiss aus Lintach und Georg Rumpler aus Pursruck erfolgte der Eintrag des Bischofs in das Goldene Buch der Gemeinde Freudenberg.

Eintrag ins Goldene Buch
v.l.n.r.: Hans Schwarz, Pfarrer Robert Kratzer, Franz Weiss, Georg Rumpler,
Anton Heldmann, Bgm. Norbert Probst und Martina Winkler
vorne sitzend Bischof Reinhard Pappenberger

Klaus Peter